Allgemeine Informationen für die Gestaltung eines Gartenteiches

 
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Standort:

Ein Gartenteich benötigt Sonne, sollte aber auch  in der
Mittagshitze etwas schattiert sein.
Eine zu hohe Sonneneinstrahlung führt zu einer Erwärmung des Teichwassers. Mit zunehmender Temperatur des Wasseres verringert sich der Sauerstoffgehalt  und kann zum Absterben der Teichbewohner führen
 
Sollten Sie keinen geeigneten Platz in Ihrem Garten haben,
hilft auch eine Schattierung mit einem Sonnenschirm der in der
Mittagssonne aufgestellt werden kann.

Einem Platz unter Bäumen und Gehölzen ist ganz abzuraten,
da durch einfallendes Laub und Früchte  der Gartenteich zu stark
mit Nährstoffen angereichert wird, die danach für übermäßigen Algenwuchs führen.

Desweiteren sollte der Gartenteich so angelegt werden,
dass bei extrem starken Regenfällen keine
Nährstoffe vom Rasen oder über die Pflanzrabatten eigespült werden.
 
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Abb. zeigt Folienteich in der Sonne (ca. 30.000 Liter)
 
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Abb. zeigt Teichbecken 183 KOI (ca. 4,5 X 2,5 X 1m)
 
 
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Abb. zeigt Folienteich (ca. 3,5 X 3,5 X 1m)
 
Folienteich oder Teichbecken
 
 
Teichbecken:

Für kleinere Gartenteiche sind Teichbecken klar im Vorteil, denn sie verfügen
über eine große Tiefenzone zum Überwintern der
Teichfische bei geringem Platzbedarf.
 
GFK-Teiche (Glasfaserkunststoff Teiche)
 kommen meist dann zum Einsatz, wenn es darum
geht auf wenig Fläche  viel Wasser unterzubringen,
da die Seitenwände bei Fertigteichen deutlich steiler
sind als Sie bei Folienteichen gestaltet werden können.

Desweiteren haben sie schon eine integrierte Sumpfzone wo Sumpfpflanzen
eingesetzt werden können ohne abzurutschen.
Teichbecken aus GFK- glasfaserverstärktem Kunststoff sind
sehr elastisch und somit absolut frostbeständig.
 
Teichfolien:

Für größere Teichvorhaben eignen sich Teichfolien, da Sie hiermit
selbst  Form und Tiefe Ihres Gartenteiches bestimmen können.
 
Teichfolien gibt es in verschiedenen Materialien:
PVC, PE, und Kautschukfolie ( EPDM ).
 
Hier ist Kautschukfolie aufgrund ihrer Flexibilität am besten zu verarbeiten.
Kautschukfolie passt sich dem Untergrund besser an und kann auch bei
 niedrigen Temperaturen gut verlegt werden. Eine Rissbildung wie z.B. bei
 PVC- Teichfolie ist hier ausgeschlossen.

PVC Teichfolie hat den Nachteil dass sie recht steif ist und deshalb
erst bei höheren Temperaturen oder Sonneneinstrahlung gut verlegt werden kann.
 Beim Verlegen der Teichfolie sich bildende Falten sind nicht vermeidbar,
können aber mit einem Faltenkleber angeheftet werden damit
sie sich später unter Wasser nicht aufstellen.
 
Bei allen Materialien sollte auf ein Teichvlies nicht verzichtet werden,
denn es schützt die Teichfolie vor Wurzeln
und anderen spitzen Gegenständen.

PVC- Teichfolien am Teichrand, die nicht mit Wasser bedeckt sind
müssen vor UV-Strahlen geschützt werden, da sie sonst nach einigen
Jahren aushärten und sich Risse bilden. Hierfür ist es erforderlich
die Folien am Rand mit Steinfolie oder Steinplatten abzudecken.

 
 
Einzelne Pflanzzonen
 
 
Uferzone:

Beim Ausheben des Gartenteiches ist es besonders wichtig,
dass eine recht breite Uferzone um den Gartenteich mit
eingeplant wird. Die Breite der Uferzone sollte ca. 40-50cm betragen
und waagerecht gestaltet werden, damit Kieselsteine und Pflanzen einen richtigen
Halt haben und nicht nach ein paar Tagen schon unten im Teich verschwunden sind.

Für die Uferzone ist eine Wassertiefe von 5 – 10cm ausreichend,
 um Sumpfpflanzen mit genügend Wasser zu versorgen.
Da ca. 70 – 80% der angebotenen Wasserpflanzen nur einen geringen 
Wasserstand benötigen, sollte die Uferzone großzügig gestaltet
werden damit Sie eine Vielfallt der blühenden Sumpflanzen einpflanzen können.

Desweiteren lässt sich die Teichfolie bei einer Tiefe von nur 5 – 10cm
am Rand gut mit Kiesel, Natursteinen oder Steinfolien abdecken.
So wird die Teichfolie vor schädlichen Sonnenstrahlen
 geschützt und der Randbereich bekommt ein natürliches Aussehen.
 
Flachwasserzone:

Für die Flachwasserzone reicht eine Tiefe von ca. 30 cm aus.
Sie sollte auch eine Breite von min. 30 – 40cm haben,
 damit Pflanzkörbe die hier benötigt werden auch einen festen Stand haben.

Tiefzone:

Die Tiefzone ist der Platz wo sich Teichbewohner dann aufhalten
 wenn das Teichwasser im Winter kalt und im Sommer sehr warm wird.
 Hierfür benötigt der Gartenteich je nach Fischbesatz genügend Fläche,
 damit die Teichfische in Ruhe überwintern können.
 
 Eine unten spitzzulaufende Teichgrube ist für Teichfische
nicht geeignet, weil sie sehr schnell verschlammt und dadurch
 die Wassertiefe die im Winter und Sommer benötigt wird
 nicht mehr vorhanden ist. Der Teichboden kann mit Seerosen
 und Unterwasserpflanzen bepflanzt werden.
 Bei Gartenteichen, die mit Koikarpfen besetzt sind,
macht eine Bepflanzung mit Seerosen und anderen Unterwasserpflanzen
keinen Sinn, weil die Karpfen diese Pflanzen abfressen. 
 
 
 
 
 
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Abb. zeigt Wasserminze in der Uferzone
 
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Abb. Zeigt Rohrkolben in der Uferzone
 
 
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Abb. zeigt Gartenteich im Schnee
 
teich_winter_2_300.jpg
Abb. zeigt Teichmusteranlage im Schnee
 
Der Gartenteich im Winter:

Im Herbst werden alle Wasserpflanzen abgeschnitten,
 damit absterbende Pflanzenreste nicht im Gartenteich faulen
 und so den Teich mit überschüssigen Nährstoffen anreichern.
 
 Ein zu hoher Nährstoffgehalt im Teichwasser 
 führt zu reichlich Grünalgen und Fadenalgen.
 Sollten Bäume oder Sträucher in Nähe des Gartenteiches sein,
 ist es ratsam den Teich mit einem Laubnetz abzudecken,
 da durch Laub wiederum Nährstoffe eingeführt werden.
 
Sind  Fische im Teich, wird die Filteranlage abgestellt,
 damit die entstandenen Temperaturschichten erhalten
bleiben Wasser hat bei einer Temperatur von 4 Grad Celsius
seine größte Dichte, ist also relativ schwerer und befindet
sich somit in der tiefsten Stelle des Teiches.
Der Sauerstoffgehalt bleibt relativ konstant und
Fische und andere Teichbewohner können hier
gut überwintern. Zusätzlich erleichtert eine
Eisfreipumpe das überwintern unter der Eisdecke,
indem mit einer kleinen Teichpumpe nur ein wenig Wasser
aus der Tiefzone nach oben gefördert wird und so mit dem
erwärmten Wasser aus der Tiefzone ein Loch in der Eisdecke
hält, wo eventuell auftretende Faulgase entweichen können. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Teichfilter:

Klares Teichwasser ist nicht unbedingt gutes Wasser
und unklares Teichwasser muss nicht schlecht sein.
Bei einem eingetrübtem Gartenteich sehen Sie die
Fische schlecht und können somit äußere Krankheiten
auch nicht schnell genug wahrnehmen.
 
Bei klarem Teichwasser können Sie die Fische beobachten,
womit der Spaß am Gartenteich auch erst so richtig anfängt.
Teichfilter sollen neben dem klären des Gartenteiches
auch für gesundes und fischgerechtes Teichwasser sorgen.
 
 Somit ist nicht nur die Mechanische Filterung sondern auch
die Biologische Filterung wichtig, damit z.B.
giftiges Ammoniak in ungiftiges Nitrit umgewandelt werden kann.
 Hier spielt die Größe und die Menge an Filterschwämmen
des Teichfilters eine wichtige Rolle. So mehr Filteroberfläche
im Teichfilter vorhanden ist, umso weniger ist ein reinigen
des Gartenteichfilters nötig, was wiederum vorteilhaft
für Filterbakterien ist, die sich im Laufe der zeit im
Teichfilter aufgebaut haben.
 
Ein Abstellen des Filtersystems und somit eine Unterversorgung
von Sauerstoff im Filter tötet alle Filterbakterien
und macht den Teichfilter unbrauchbar.
 
Bei der Reinigung von Teichfilter sollte nur max. 50 – 60%
der Filterschwämme gereinigt werden, damit noch genug
Filterbakterien im Filter verbleiben. Nach einer kompletten
Reinigung oder vor dem Saisonstart empfiehlt es sich den
Teichfilter mit Filterstarter in Gang zu bringen.
 
biotec12s_offen_quer_400-large.jpg
Abb. zeigt Oase Teichfilter Biotec 12 Screenmatic
 
biotec-12-screenmatic-large.jpg
Abb. zeigt Oase Teichfilter Biotec 12 Screenmatic geöffnet.
 
 
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Abb. zeigt Oase Bitron 55C UVC Vorklärgerät
 
uvc_strahlung_300.jpg
Abb. zeigt UVC Gerät geöffnet.
 
 
 UVC- Vorklärgerät:  

UVC-Geräte helfen bei der Wasserklärung 
indem sie Schwebealgen verklumpen und anschließend von den Filterschwämmen aufgenommen werden können.
Durch die UVC Bestrahlung werden desweiteren
auch Krankheitserregende Bakterien und Keime beseitigt.
 UVC Lampen lassen im Laufe der Betriebsstunden nach und
sollten ca. alle 7000 Stunden oder nach einer
Teichsaison getauscht werden.
 
Große Beachtung findet hier auch das im UVC-Vorklärgerät enthaltene
Quarzglas, was wiederum auf seine Klarheit überprüft werden muss,
 da ansonsten das Teichwasser was um das Quarzglas geleitet
wird nicht mehr bestrahlt werden
kann und der Teich unklar wird.
  
Filterpumpe:

Die Filterpumpe sollte Schmutzpartikel bis 8 - 10mm fördern können,
 damit auch Schlamm und Pflanzreste aus dem Teich und in den
 Teichfilter transportiert wird. Daher sollten sie immer an der tiefsten Stelle
 des Gartenteiches platziert werden.
 
 Da Filterpumpen 24 Std. am Tag und ca. 300 Tage im Jahr den Filter
 ununterbrochen speisen, ist es ratsam sich für eine gute
 und zuverlässige Pumpe zu entscheiden. Die neue Generation
OASE Teichfilterpumpen sind schon sehr Energieeffizient
entwickelt worden. Hier können bis 40% Strom gespart werden,
 was wiederum der Umwelt und ihrem Portmanie zugute kommt.
 
Oase Teichfilterpumpen sind in der Lage sehr viel Wasser bei wenig
Energieverbrauch zu fördern, wobei die Schlauchleitung eine nicht
Unbedeutende Rolle spielt. Der Schlauchdurchmesser
sollte einen Innendurchmesser von 11/2 – 40mm  bis   2“ -50mm haben,
 damit auch die maximale Wassermenge durch das Filtersystem
gefördert wird. Die neue OASE Filterpumpen
Aquamax 12000 und 16000 sparen durch das neu entwickelte SFC – Seasonal Flow Control nochmals bis zu 20% Energie ein.
 
x-pumpe-aquamax.jpg
Abb. zeigt Oase Aquamax ECO Filterpumpe
 
aquaoxy-300.jpg
 
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Sauerstoffpumpe Aqua Oxy Teichbelüfter

Der Sauerstoffgehalt im Gartenteich sollte nicht unter 60% absinken, da sonst das Biologische Gleichgewicht im Teich gestört wird. Bevor das geschieht, ist des Öfteren eine Überprüfung während der Teichsaison bei einem Teichfachhandel der über die dafür geeignete Geräte verfügt  anzuraten.

Wassertemperatur:
Bei hohen Wassertemperaturen verliert das Teichwasser sehr viel Sauerstoff, das dann mit einem Aqua Oxy Teichbelüfter wieder angereichert werden muss.

Algen:
Auch eine starke Algenbildung kann zu Sauerstoffarmut im Gartenteich führen. Algenvernichter und wasserklärende Mittel verbrauchen sehr viel Sauerstoff und sollten bei hohen Temperaturen nicht ohne eine gute Belüftung mittels einer Aqua Oxy Sauerstoffpumpe angewendet werden.

Medikamente:
Medikamente gegen Fischkrankheiten dürfen ohne reichliche Sauerstoffzufuhr nicht verabreicht werden, da Medikamente dem Teichwasser sehr viel Sauerstoff entziehen.

Gewitter und Luftdruck:
Eine Sauerstoffversorgung mit einem Aqua Oxy Teichbelüfter bei niedrigem Luftdruck z.B. Gewitter und schwüles Wetter ist ratsam, da sonst der Teich sein Biologisches Gleichgewicht verliert und ein Fischsterben nicht ausbleibt.

Fischbestand:
Damit Teichfutter und Fischausscheidungen bei großem Fischbestand von Bakterien abgebaut werden können, benötigen sie viel Sauerstoff. Auch hier leistet eine Aqua Oxy Sauerstoffpumpe gute Dienste.

Teichfilter:
Desweiteren können Teichfilter bei geringem Sauerstoffgehalt nicht reifen und eine Biologische Filterung wird nicht erreicht. Hier leistet schon eine kleine Sauerstoffpumpe große Dienste. Mit eine größeren Sauerstoffpumpe z.B. Aqua Oxy 1000 oder 2000 die zwei Ausgänge und somit zwei Luftsteine hat, kann ein Luftstein der Sauerstoffpumpe den Gartenteich und der andere Luftstein den Teichfilter mit Sauerstoff versorgen.
Sauerstoffmenge:
Für Gartenteiche bis 5000 Liter Inhalt empfehlen wir eine Aqua Oxy 400 Sauerstoffpumpe
Für Gartenteiche bis 10.000 Liter Inhalt empfehlen wir eine Aqua Oxy 1000 Sauerstoffpumpe
Für Gartenteiche bis 20.000 Liter Inhalt empfehlen wir eine Aqua Oxy 2000 Sauerstoffpumpe
 
 
 
Wasserwerte

PH-Werte
Der Neutrale Wert des Wassers liegt bei PH 7 und ist auch für Gartenteiche und seine Bewohner  Ideal. Niedriger PH-Wert bedeutet dass das Teichwasser zu sauer ist und bei hohem PH-Wert basisch ist.
Da sich der PH-Wert des Teichwassers durch Nachfüllen mit Leitungswasser oder Regen       immer wieder verändern kann, sollten die Werte regelmäßig mittels Wassertest überprüft werden. Wie Wasserpflanzen nachts Co2 abgeben, ist der PH-Wert abends immer höher als morgens. Durch starke Belüftungen steigt er PH-Wert an, weil CO2 aus dem Teichwasser entweicht.
Verändert sich der pH-Wert schrittweise, d.h. nicht mehr als 0,5 Grad pro Tag, so können Koi sogar im Wasser mit einem pH-Wert zwischen 5 und 10 überleben. Das Wichtigste ist, dass der pH-Wert nicht zu großen Schwankungen unterliegt, da dies bei den Fischen Stress verursacht.
 
Ammoniak- Ammonium
Ammonium wird von den Fischen als Abfallprodukt ausgeschieden (75% über die Kiemen und nur 25% über den Urin). Ammonium ist relativ ungiftig; giftig wird es, wenn es in Ammoniak (natürlicher Prozess) umgewandelt wird.
 
Jegliches im Teichwasser vorhandenes Ammoniak stellt eine ernsthafte Gesundheitsbedrohung für die Fische dar. Es ist extrem giftig für die Fische und wird von den nützlichen Bakterien im Filter in weniger giftiges Nitrit umgewandelt. In Teichen, die nicht ausreichend Filterbakterien enthalten, um mit den Ausscheidungsprodukten der Fische fertig zu werden, kann sich leicht giftiges Ammoniak ansammeln. Diese Situation kann z.B. in neuen Teichen entstehen, beim Einsetzen neuer Fische oder infolge einer versehentlichen Falschdosierung von Medikamenten.
 
Der Ammoniakwert im Teich sollte zu jeder Zeit 0 mg/l betragen. Liegt der Ammoniakwert bei 0,2 mg/l sollte ein Filterstarter zugefügt werden, gleichzeitig sollte für eine zusätzliche Belüftung (Luftpumpe) gesorgt werden. Liegt der gemessene Wert oberhalb von 0,2 mg/l muß das Wasser ausgetauscht werden. Bei Werten zwischen 0,5-1,0 mg/l sollte 25% des Wassers getauscht werden, bei höheren Werten 50% bis 75% des Teichwassers. Ist Ammoniak im Teich vorhanden, sollten auch der Sauerstoffgehalt, pH-Wert und der Nitritgehalt überprüft werden.
 
Nitrit
Nitrit entsteht, wenn die nützlichen Bakterien (im Filter und im Teich) die schädlichen Ausscheidungsprodukte der Fische zersetzen. Nitrosomas- Bakterien wandeln Ammoniak in Nitrit um.
 
Nitrit ist weniger giftig als Ammoniak, dennoch ist es äußerst schädlich für die Gesundheit der Fische.
 
Ein Fischteich sollte niemals Nitrit enthalten, der Nitritwert sollte zu jeder Zeit 0 mg/l betragen. Der Nitritgehalt darf nicht höher als 0,1 mg/l liegen, da ab 2 mg/l das Hämoglobin nicht mehr in der Lage ist Sauerstoff zu binden, und die Fische an Sauerstoffmangel sterben. Liegt der Nitritwert zwischen 0,2 – 0,5 mg/l sollten Filterbakterien dem Filter/Teich zugefügt, und für eine zusätzliche Belüftung (Luftpumpe) gesorgt werden. Liegt der gemessene Wert über 0,5 mg/l sollte der Teich mit Frischwasser aufgefüllt werden.
 
Bei Werten von 1,0 mg/l sollte 25% des Wassers und bei noch höheren Werten sogar 50% des Wassers getauscht werden.
 
Wenn Nitrit im Teich nachweisbar ist, sollte die Wasserqualität generell überprüft werden, insbesondere der Sauerstoffgehalt, der pH-Wert und der Ammoniakgehalt.
 
Nitrat
Nitrat entsteht, wenn die nützlichen Bakterien (im Filter und im Teich) die giftigen Ausscheidungsprodukte der Fische (Ammoniak und Nitrit) zersetzen.
 
Nitrat ist ein Pflanzennährstoff. Je mehr Nitrat im Teich vorhanden ist, desto schneller wachsen die Algen im Teich. Sind nicht genügend Pflanzen vorhanden, breiten sich Algen vermehrt im Teich aus. Teiche mit hohen Nitratwerten haben oftmals Probleme mit Fadenalgen. Ein Nitratwert von Null ist ideal und ein Hinweis darauf, dass sich die von den Fischen produzierten Ausscheidungsprodukte und die von den Pflanzen aufgenommenen Nährstoffe das Gleichgewicht halten. Zu den Pflanzen gehören jedoch auch Algen!
 
Den Nitratgehalt eines Teiches auf absolut Null zu halten, ist extrem schwierig. Das meiste Brauchwasser ist leicht nitrathaltig. Um die Nitratwerte niedrig zu halten, sollte das Wasser in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden, um das entstehende Nitrat zu verdünnen. Hier sollte jedoch das Austauschwasser vorher auf seinen Nitratgehalt getestet werden. Das Einbringen von zusätzlichen Pflanzen hilft ebenso den Nitratwert zu reduzieren.
 
Karbonathärte  KH
Der KH-Wert, auch Gesamtkaligehalt oder Karbonathärte genannt, ist ein Maß für die Pufferkapazität des Teichwassers. Pufferkapazität bedeutet, wie gut der Teich Änderungen des pH-Wertes widerstehen kann.
 
Teiche haben die Tendenz, nach gewisser Zeit zu übersäuern. Dieses Absinken des pH-Wertes ist auf das Ausscheiden organischer Säuren seitens der Fische (Urin), sowie das Freisetzen saurer Substanzen von den nützlichen Bakterien im Teich und im Filter zurückzuführen.
 
Die Pufferwirkung des Teiches wirkt diesen Veränderungen entgegen, indem sie diese Säuren aufnimmt und auf diese Weise dem natürlichen Absinken des pH-Wertes entgegenwirkt. Teiche mit übermäßigem Algenwachstum können starken pH-Schwankungen, von einem Tag zum anderen, unterliegen. Diese lassen sich vermeiden, wenn der KH-Wert ausreichend hoch ist. Der KH-Wert sollte regelmäßig überprüft werden, da die Pufferkapazität nach einer gewissen Zeit zur Neige geht. Der KH-Wert sollte zu jeder Zeit mindestens 4° dH betragen, besser ist jedoch ein KHWert zwischen 6° und 8° dH.
 
Gesamthärtegrad GH
Die Wasserhärte ist ein Maß für die Gesamtsumme der im Wasser gelösten Mineralien (Kalzium und Magnesium). In Abhängigkeit der Menge der gelösten Mineralien kann das Wasser entweder „weich“ oder „hart“ sein. Je höher der Mineraliengehalt, desto härter ist das Wasser.
 
Die Wasserhärte spielt eine wichtige Rolle für die biologischen Prozesse im Gartenteich. Ist das Wasser zu weich, können diese biologischen Prozesse nicht ausreichend funktionieren und der Teich beginnt zu stagnieren. Da die Mineralien von den Teichlebewesen verbraucht werden und somit der Härtegrad des Wassers absinkt, sollte dieser Wert regelmäßig überprüft werden.
 
Eine Wasserhärte von mindestens 8° dH ist erforderlich, damit die biologischen Prozesse des Teiches nicht zum Stillstand kommen. Der Idealwert liegt zwischen 10 und 15° dH.
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